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Katharina Wien ist eine junge und hübsche deutsche Schauspielerin, die in der TV-Serie Schloss Einstein (Wdh. Mo-Fr, 14:10h, KIKA) die Rolle der Sue Birnbaum spielte. Auf dieser Page erfahrt ihr einiges über Katharina und über ihre Rolle.

Katharina in Argentinien Argentina

thumbnail Katharina war von August 2007 bis Juni 2008 in Argentinien und ging dort knapp ein Jahr zur Schule. Auf dieser Seite findet ihr einige Informationen darüber und Informationen direkt von Katha, die ich unten mal unter Katharinas Tagebuch zusammengefasst habe - es ist allerdings kein echtes Tagebuch sondern eben von mir zusammengefasst, aber eine bessere Überschrift ist mir nicht eingefallen... :-)


Wo war Katharina?
Katharina war zuerst in Ceres, einer kleinen Stadt in der Provinz Santa Fé. Die Stadt hat ca. 24.000 Einwohner. Sie liegt nordwestlich der Provinzhauptstadt Santa Fé. Danach war sie in Esperanza (siehe Google Earth Tour unten)
Wie war Katharina untergebracht?
Originalzitat Katharina (als sie noch in Ceres war):
jetzt wohne ich in einer vierköpfigen familie über ihrem supermarkt:-) ich habe nun zwei gastgeschwister-franco 16 und enzo 9.viviana und claudio sind auch echt nett und habe mich gleich, wie eine tochter aufgenommen ^^
Originalzitat Katharina aus ihrem letzten Bericht:
Meine neue Gastfamilie hat ein wunderschönes großes Haus mit Garten und Pool. Und ich wohne 2 Blöcke von meinem besten Freund entfernt. Meine Gastfamilie besteht aus: meinem Gastvater Katu, Gastmutter Milagros, Gastschwestern Valentina (22) und Ruth(18), Gastbruder Francisco(14) und Pachi, dem Hund.

Wo ging Katharina zur Schule?
Sie ging in Ceres auf eine katholische Privatschule.

Wie war der Zeitunterschied zu Argentinien?
Argentinien ist im Winter vier, während unserer Sommerzeit fünf Stunden hinter unserer Zeit zurück (im Winter: 12h Argentinien = 16h Deutschland, im Sommer: 12h Argentinien = 17h Deutschland).

Gibt es Bilder von Katharina in Argentinien?
Katha hat mir Zugriff auf ihre Fotoalben gegeben, aus denen ich einige Bilder in die Galerie hier auf dieser Page hochgeladen habe. Katharinas eigene Kommentare stehen in "Anführungszeichen".



Katharinas "Tagebuch"

25.05.2008
Katharina war vom 25.04.2008 bis 11.05.2008 auf einer "Nordreise". Weitere Infos darüber habe ich noch nicht, aber anhand der Bilder ist unschwer zu erkennen, dass sie dabei auf jeden Fall die Iguazú-Wasserfälle an der Grenze zwischen Argentinien und Brasilien besucht hat. Diesen Ort habe ich mit in die Katharina Argentinien (Tour) für Google Earth aufgenommen, aber ihr könnt auch auf der Wikipedia-Seite oben rechts auf die Koordinaten klicken und dann verschiedene Webseiten ansehen, wo genau das ist.

Leider hab ich noch nicht rausbekommen, wo die Gegend mit den spekatkulären Felsen ist. Ich hoffe, dass sich Katha bald mal wieder meldet.

15.02.2008
per Mail

Quartalsbericht

Dez.-Feb.



Es gibt mal wieder etwas Neues aus dem fernen, fernen Land hinter dem großen, tiefen See.

Und das auch noch ganz ohne Probleme, ohne Beschwerden oder schlechter Erfahrungen!

Ich hatte die Hoffnung ja schon fast aufgegeben, aber ich fange mittlerweile wirklich an mein Austauschjahr zu genießen. „Wurde ja auch langsam Zeit“, wie alle sagen.


Ehrlich gesagt bin ich mit der Monatseinteilung ein wenig durcheinander gekommen, da ich meinem anderen Quartalsbericht noch November hinzugefügt habe, obwohl der eigentlich in diesem Bericht sein müsste, weil sonst ein Monat fehlt… aber dann beinhaltete der andere eben 4 und dieser 2 Monate.

Es ist sowieso so viel passiert, dass ich das locker in einem halben Jahr hätte erleben können.


Ich beginne einfach mal mit Weihnachten. Das gar nicht so anders abläuft. Außer, dass es keine Schokoladenweihnachtsmänner gibt, der Weihnachtsbaum aus Plastik ist, es keinen Schnee gib, keine Weihnachtsgans, keine… Moment – eigentlich ist es doch total anders.

Aber bevor ich auf die Details komme, möchte ich erzählen, wie Till und ich Rotaract und der Feuerwehr geholfen haben Geschenke an arme Kinder zu verteilen.

Wir trafen uns alle in der Feuerwehrstation und halfen, ca.500 Mülltüten, voll mit Bällen, Malbüchern, Frisbeescheiben und weiteren Kleinigkeiten, auf 5 LKWs zu laden. Till und ich saßen mit Rotaract auf dem Hauptwagen, auf dem ein großer Weihnachtsmannschlitten gespannt war. Der Weihnachtsmann war selbstverständlich auch da.

So fuhren wir von einer Schule zur anderen und wurden mit Dankesplakaten, Eltern und überglücklichen Kindesgesichtern begrüßt. Alle kämpften darum, zum Schlitten hochgehoben zu werden und einen der heißbegehrten Küsse vom Weihnachtsmann zu bekommen. Die Geschenke wurden verteilt und es ging weiter.

Das ging ganze 4 Stunden so und wir hatten eine Menge Spaß und ich ein weiteres UNVERGESSLICHES Erlebnis. Vor allem der letzte Stop am Altersheim hat mich sehr bewegt. Nicht nur der Gedanke, es könnte ihr letztes Weihnachten sein, sondern auch Freude über die Geschenke hat so einige zum Weinen gebracht.


Am Abend kamen dann die Großeltern meiner Familie und es wurde gegessen; Melone, Ananas, Schinken und Hühnchen. Um Mitternacht wurden einige Feuerwerkskörper gezündet und ein „Farolito“, eine Art Lampe aus Papel, in der ein Feuer angezündet wird und mit der erwärmten Luft in den Himmel steigt. Unserer hat leider Feuer gefangen und viel 5 Minuten später wieder brennend vom Himmel.

Danach rennen alle ins Haus um die Geschenke auszupacken und das Geschenkpapier

zu zerfetzen, was Glück bringen soll.

Um 2:30Uhr gingen wir dann auf eine Party auf der ich nicht lange blieb, da es sehr voll und ziemlich kalt war. Ich habe dann meine Weihnachtsnacht damit verbracht, einen gut angetrunkenen Freund nach Hause zu bringen.


Am 27.12. und 28.12. wurde gefeiert; der Geburtstag einer Freundin und um Mitternacht dann der Geburtstag meiner Gastschwester Maca. Dazu fuhren wir in einer Disco in einem anderen Dorf. In der Disco bekamen wir alle Aufmerksamkeit, da jede von uns ein Kleid trug und einen Haarreifen mit Sternchenantennen im Haar hatte, die hier für die 15.Geburtstage, die ein riesiges Spektakel sind, verwendet werden. Wir haben wirklich sehr viel getanzt und für gute Stimmung gesorgt. Mit einem Gruß an die „Sternchen aus Esperanza“ wurde uns ein Lied gewidmet. hahaha. Und um 6:00Uhr haben uns meine Gasteltern abgeholt.


Am nächsten Morgen ging es dann in den Norden Argentiniens, nach San Juan, der Heimatprovinz meines Gastvaters, um dort Silvester zu feiern und mit der Verwandtschaft ein paar Tage auszuspannen.

Es war eine Woche mit sehr wenig Schlaf, da das Haus absolut überfüllt war, und die Matratzen zu zweit oder dritt geteilt wurden. Außerdem ist es dort oben sehr trocken und wahnsinnig heiß, was nicht gerade zum Schlafen anregt.

Am 31.12 kamen dann wirklich alle Freunde und Verwandte um ins neue Jahr reinzufeiern.

Wir waren ungefähr 30 Personen und es waren 5 Generationen vertreten!!!

Es wurden wie in Deutschland Raketen und Böller angezündet und als Festessen, gab es ein ganzes Schwein vom Asadogrill. Getrunken wurde natürlich das selbstgebraute Bier meiner Gasteltern. Alle lachten und amüsierten sich über die auf dem Tisch tanzende Tante.

Maca (meine Gastschwester), 2 ihrer Cousins, brachten mir argentinische Tänze bei und um 6:30Uhr gingen wir 4:00Uhr dann endlich ins Bett.

Die Rückfahrt war am 7.1.08 um 6:00Uhr morgens geplant. Was dann aber auf 3:00Uhr nachts verschoben wurde, da der Strom ausgefallen war und die Klimaanlage und die Ventilatoren nicht gingen und somit niemand schlafen konnte, da es so heiß war.

Wir waren mit einem Jeep unterwegs, der 5 Sitze hat. Da wir aber 6 waren mussten Maca und ich uns abwechseln, meinen 12jährigen Gastbruder auf den Schoß zu nehmen. Ich bekam die erste Schicht. Da ich also nicht schlafen konnte, schaute ich mir 2 Stunden lang das Gewitter an, durch das wir fuhren.

Zu Hause angekommen fielen alle tot in die Betten.


Einen Tag später hatte ich schon wieder Lust zu reisen und mir fiel ein, dass Rotaract mich auf das E.R.A.U.P [encuentro rotaractiano argentino uruguayo paraguayo (Rotaractianisches Treffen für Argentinien, Uruguay und Paraguay)] für eine Woche in eine andere Provinz eingeladen hatte.

Ich hatte Glück. Da ein Mädchen kurzfristig abgesagt hatte, konnte ich mit ihnen mitreisen.

Das ganze spielt sich so ab:

Jedes Jahr im Januar treffen sich an verschiedenen Orten, ca. 400 junge Rotaractianer. Dieses Jahr wurde das Treffen in einer Kaserne in der Provinz San Louis veranstaltet.

Es werden „Tische“ eingeteilt.

Novicios“ – der Tisch der Rotaractianer, die das erste Mal dabei sind

Socios“ – der Tisch der Rotaractianer, die schon mehrmals an diesem Treffen teilgenommen haben

Especiales“ – der Tisch der Rotaractianer, die eine besondere Aufgabe haben, wie zum Beispiel die Präsidenten.

Je nach Gruppe werden verschiedene Themen behandelt, Vorträge gehalten, Probleme analysiert und, damit die Stimmung nicht absackt, werden merkwürdige Spiele gespielt.

Der Tagesablauf sieht dann so aus:

8:00Uhr Frühstück

8:30Uhr Treffen der Tische

12:30 Mittag“essen“ (wo man doch immer wieder hingegangen ist, um zu sehen, ob es wenigstens heute mal etwas leckeres gibt )

13:00Uhr - 16:00Uhr Siesta

16:00Uhr Treffen der Tische

20:00 Uhr Freizeit bis zum Abendessen

Zwischen 21:00Uhr - 22:30Uhr Abendessen

12:00 - ? Motoparty

Wir schliefen in riesigen Schlafsälen, Frauen und Männer getrennt. Es gab also für 200 Frauen und 200 Männer jeweils 10 Duschen, 10 Waschbecken und 4 Toiletten.

Kein Wunder, dass da Bad ständig überfüllt war, vor allem wenn es hieß, es wird sich für die Party fertig gemacht, und dass so einige zum einen oder anderen Treffen zu spät kamen.


Schon auf der Hinfahrt machten alle ordentlich Stimmung, sangen und tanzten.

Als wir dann aber in der Kaserne ankamen, sah ich, dass das noch gar nichts war und ich war fest davon, dass man die Stimmung nicht mehr toppen könnte.

Falsch gedacht. Als dann nämlich die Leute aus Uruguay und Paraguay 2 Tage später dazukamen und ihre Trommeln mitbrachten, gab es keine ruhige Minute mehr.

Jeder verstand sich mit Jedem und es war ein fantastisches Erlebnis.


Am 16.01. brachte uns das argentinische Militär auf Truppenwagen zu einer frischangelegten Kreuzung, abseits des Straßennetzes, der Gemeinde von San Louis.

Die Aufgabe von Rotaract war nun diese Kreuzung mit Straßenschildern und Pflanzen zu gestalten. Sie dient der Gemeinde nun um Kindergarten- und Schulkindern Straßenverkehrsregeln und Straßenschilder frühzeitig nahezubringen.


Am 19.01. fuhren alle wieder zurück in ihre Heimatländer/städte.

Diese eine Woche hat wirklich sehr viel dazu beigetragen, dass ich Argentinien nun mit anderen Augen sehe und mein Austauschjahr jetzt zu genießen weiß.

Ich hatte eine Menge Spaß und eine wunderbare Zeit.



Am 26.01. musste ich mir dann leider ein neues Handy kaufen, weil mein altes den Geist aufgegeben hatte.


Am 28.01. wurden dann wieder alle Austauschschüler des Distriktes 4830 abgeholt und es ging nach Rosario um noch einmal das Visum zu verlängert.

Nach 3 Stunden Fahrt in Rosario angekommen wurde uns dann gesagt, dass das nicht möglich wäre und dass wir nach Paraguay, Uruguay oder Chile fahren müssten, um aus-und einzureisen.

Nach einer halben Stunde hin und her diskutieren sagte man unserem Chairman, dass wir es auch so machen könnten, dass wir 3 Monate ohne Visum bleiben und dann auf der Nordreise, auf der wir sowieso das Land verlassen werden, 50 anstatt 100 Pesos bezahlen und durch die Ein- und Ausreise ein neues Visum erhalten..

Also beschlossen wir, es so zu handhaben und wieder nach Hause zu fahren.


Am 03.02. ging ich mit Till auf den Karneval von Esperanza. Es wurde brasilianisch getanzt und Miss Esperanza gewählt. Es war jetzt nicht sooo spannend, aber das wurde uns vorher schon gesagt.


Nach häufigem Nachfragen ging dann der erste geplante Familienwechsel über den Tisch.

Meine neue Gastfamilie hat ein wunderschönes großes Haus mit Garten und Pool. Und ich wohne 2 Blöcke von meinem besten Freund entfernt.

Meine Gastfamilie besteht aus: meinem Gastvater Katu, Gastmutter Milagros, Gastschwestern Valentina (22) und Ruth(18), Gastbruder Francisco(14) und Pachi, dem Hund.

Katu ist Kinderarzt, arbeitet in einem Krankenhaus und in seiner Praxis.

Milagros ist Kinderpädagogin und fängt diese Woche wieder an mit schwererziehbaren Kindern und deren Eltern zu arbeiten.

Valentina hat selber schon einen Sohn, Felipe(2), und wohnt mit ihrem Mann 3 Blöcke von uns entfernt. Sie studiert.

Ruth ist seit 3 Jahren mit ihrem Freund Maxi zusammen und studiert ca.250 km von Esperanza entfernt. Wenn sie nach Esperanza kommt, teile ich mir mit ihr das Zimmer.

Francisco ist der einzige, der noch dauerhaft zu Hause wohnt. Wir gehen auf die gleiche Schule.

Die Familie ist sehr herzlich und ich bin sehr glücklich hier.


Und nun, das Neueste:

Ich hatte einer Freundin aus Ceres schon vor langem versprochen, dass ich sie besuchen komme. Also rief ich die Familie, die mich in ihr Haus eingeladen hatte, wann immer ich möchte, an und fragte ob sie mich für einige Tage aufnehmen könnten.

Da ihr Sohn am Donnerstag nach einem 3monatigen Austausch nach Deutschland wiederkommt müssen sie nach Buenos Aires um ihn vom Flughafen abzuholen und boten mir an, mich auf dem Rückweg mit nach Ceres zu nehmen. Ich war natürlich total begeistert, aber das sollte noch nicht alles sein….

Sie luden mich auf ihren 2wöchigen Urlaub an die Küste nach Villa Jesse ein!!!

Also rief ich meinen Chairman an, um nach der Erlaubnis zu fragen. Er sagte, es wäre überhaupt kein Problem, aber dass ich vorher noch mit ihm und den anderen Austauschschüler nach Uruguay reisen, müsse um das Visum zu verlängern, das sich der Club der beiden Dänen beschwert hatte, dass wir uns ohne Visum im Land aufhalten.

Also fahren wir morgen um 7:00Uhr alle zusammen für einen Tag nach Uruguay um das Visum zu verlängern. Am Donnerstag holt mich dann die Familie aus Ceres ab und nimmt mich mit. Und am Sonntag geht es ab an die Küste.



. Fortsetzung folgt…





08.12.2007
Ich (Marcel, Webmaster) habe einige Bilder hochgeladen, die eine weitere deutsche Austauschschülerin in Argentinien gemacht hat.

Ich denke, einige dieser Bilder stammen vom Perito-Moreno-Gletscher, der sich in Patagonien (im Süden von Argentinien und Chile) befindet.

Ich hoffe, Katha hat bald selbst die Gelegenheit über ihre Reise zu berichten.

09.11.2007
per Mail
so meine lieben!
ein riesiges dankeschoen! an euch alle!
es tut mir sehr leid, dass ich nciht alen einzeln antworten kann, aber mein internet funktioniert nciht richtig....
ich wollte mich aber trotzdem recht herzlich fuer die ganzen gleuckwuensche bei euch bedanken!
mein geburtstag verlief relativ ruhig! zur ueberraschung kam eine freundin aus meiner ersten stadt:-)ich habe mich sehr gefreut!
ich werde mich dann um die einzelne beantwortung kuemmern, wenn ich von der reise, die ich morgen antreten werden!
es geht in den sueden fuer 17 tage!
liebe gruesse an euch alle und ich hoffe es geht euch gut!
eure katha
06.11.2007
per Shoutbox
hey leute ich wollte mich einfach nur mal wieder melden. nbbin grad bei einem freund...da mein internet immer noch nciht geht. mir geht es hier in der neuen stadt richtig gut!
liebe gruesse! katha
12.10.2007
per Shoutbox
  • wahrscheinlich wird Katharina bald die Stadt wechseln
  • Katharinas vorherige Gastomi ist leider vor zwei Wochen gestorben, worüber Katharina verständlichweise sehr sehr sehr traurig ist
18.09.2007
Mail von Katharina
hallo ihr lieben.
endlich is es wieder so weit und ich schreibe euch. nicht nur um neue informationen zu geben, sondern auch um die alte zu verbessern...
wie ich selber feststellen musste, ist ceres viel viel viel kleiner als potsdam. es hat zwar 24000 einwohner, aber ist nur ein bruchteil von potsdams fläche! sorry...
das weiß ich jetzt, weil mein lieber gastbruder franco mit mir einmal um die "stadt" gefahren ist^^ in 15 minuten...
hier gibt es keine ampeln, keine geteerten straßen, keine straßenmakierungen und eigentlich ist nichts so wie in deutschland. und es wird gefahren wie sau! schlimmer als in italien oder frankreich. jeder fährt - egal ob mit oder ohne führerschein. sowhl motorrad als auch auto.
also das heftigste, was ich bis jetzt gesehn habe, waren vier leute auf einem motorrad - alle ohne helm. die autos, die hier auf der straße fahren... uiuiui - ich glaub die würden nicht mal mit beiden augen zugekniffen durch den tüv kommen.

vor zwei wochen ist etwas wirklich nicht so schönes passiert - meine gastmutter dina (81) wurde von einem motorrad angefahren, als sie die straße überqueren wollte, um sich mit mir am haus zu trefen.
sie ist bei dem sturz auf den kopf aufgeprallt und musste soort ins krankenhaus. eine halbe stunde später wurde sie verlegt, in ein krankenhaus 170km von hier enternt, weil dort die besseren ärzte sind.
sie hatte ein riesiges hämatom am kopf, erkante ihre familie nicht mehr und konnte auf dem einen auge nichts sehen.
die erinnerungenkamen fast alle wieder und sie konnte eineinhalb wochen später wieder nach hause - mit ständiger bettruhe. ich habe sie mehrmals besucht in unserem "ehemaligen gemeinsamen häuschen"^^. ihr ging es einigermaßen gut, aber sie hat sich halt sehr gelangweilt. vor drei tagen ist sie dann mit einer im kopf geplatzten arterie wieder ins krankenhaus eingeliefert worden. sie wird es wahrscheinlich leider nicht schaffen, weil sie einfach zu alt ist.
...........................................

gleich in der nacht, als sie angefahren wurde, musste ich die familie wechseln und am nächsten tag komplett aus meinem ersten haus ausziehen.
jetzt wohne ich in einer vierköpfigen familie über ihrem supermarkt:-) ich habe nun zwei gastgeschwister - franco (16) und enzo (9). viviana und claudio sind auch echt nett und haben mich gleich wie eine tochter aufgenommen ^^.

gehe hier ganz normal zur schule, wie alle anderen acuh und verstehe eigentlich gar nischt^^ naja wird schon noch..

das wars auch erstmal wieder^^
liebe grüße!
eure Katha
22.08.2007
Mail von Katharina
also lieber marcel,
und auch alle anderen:

erstmal muss ich mich entschuldigen, dass ich gar keine abschiedmail geschrieben habe!
ich dachte, ich schaffe es noch am letzten tag, aber dann gab es noch einige probleme mit meinem gepäck, und anderen dingen, sodass ich es nicht geschafft habe. SORRY

ich erzähle jetzt einfach mal alles, da ich auch nicht glaube, dass irgendjemand hier her fliegen wird..:-)

ich lebe in einer kleinen stadt, namens CERES in der provinz SANTA FE. Ceres hat 24000 einwohner, die alle sehr nett sind. man muss sich das hier, wie eine große familie vorstellen. überall wo man hinkommt ist man total willkommen, weil man als austauschschüler voll was besonderes ist. ich gelte hier zb. als blond, weil meine haare relativ hell sind und die mädels hier meistens dunkelbraune haare haben. es sind kleinigkeiten, die einen anders aussehen lassen und weshalb einen die menschen "interessant" finden.
heute war ich zum ersten mal in der schule, was total anstrengend war, weil ich so gut wie kein wort verstanden habe. ich hab mich gefühlt, als wäre ich in einem zoo.
ich das tier und die anderen die zuschauer, die mich mit fragen füttern...

aber es war trotzdem nett....
ich werde sicher noch mehrere emails schreiben, deshalb hoere ich jetzt erstmnal auf...

DAS MIT MEINEM FREUND STIMMT AUCH NICHT!!!!!!!
ich bin immer noch mit ihm zusamme, und daran wird sich auch erstmal nichts ändern!
ihr solltet nur informationen abnehmen, wenn sie direkt von mir stammen....:-(
euch noch einen schoenen abend!

liebe gruesse eure katha
21.08.2007
  • Katharina hat am Tag zuvor einen kleinen Babyhund von der Straße "adoptiert", leider war er sehr krank und hatte beide Beine gebrochen, so dass er eingeschläfert werden musste, Katha ist (verständlicherweise) sehr traurig
  • ansonsten geht es ihr (Zitat) "einigermaßen gut", morgen (22.08.) ist ihr erster Schultag. Die letzten Tage war es ziemlich kalt (in Argentinien ist momentan Winter), aber jetzt scheint die Sonne

Abschlußinterview Argentinien (21.07.2008)

Dieses Interview hatte ich Katha schon nach Argentinien geschickt, leider hatte sie dort keine Zeit mehr, die Fragen zu beantworten. Ich habe daher jetzt die Fragen in die Vergangenheit transponiert und Katha erneut zugeschickt und sie hat sie - lieb wie sie ist - auch gleich beantwortet. Viel Spaß beim Lesen!

Du bist ja mittlerweile wieder zurück. Wie hat es Dir in Argentinien gefallen, wenn Du alles zusammen nimmst?
Es war einfach wundervoll, auch wenn ich einen wirklich schweren Anfang hatte. Ich würde es auf jeden Fall weiterempfehlen und selber nochmal machen.

In welchen Städten hast Du gelebt?
In Ceres, das liegt im Norden von Santa Fé und in Esperanza, das liegt westlich von der Hauptstadt Santa Fé in [der Provinz] Santa Fé.

Der Tod Deiner ersten Gastomi war ja ein sehr trauriges Ereignis. Hast Du noch Kontakt zu ihrer Familie und bist Du mittlerweile darüber einigermaßen hinweg?
Ich hatte generell nie wirklich Kontakt zu ihrer Familie, bis auf eine Adoptivtochter wohnen ihre 4 Kinder in anderen Städten. Und sind ja nun auch alle viel älter als ich. Ich war aber noch zweimal zu Besuch in Ceres. Und dann habe ich selbstverständlich bei ihrer Adoptivtochter, die jetzt im Haus meiner Gastomi lebt, und bei ihrem ehemaligen Laden vorbeigeschaut.

In wievielen Gastfamilien warst Du und wo hat es Dir am besten gefallen?
Ich hatte insgesamt 6 Gastfamilien (bei einer davon lebte ich nur 3 Tage, weil ich dann die Stadt gewechselt habe).

Bei der fünften (einem Kinderarzt, einer Psycho-Pädagogin, 2 großen Schwestern und 1 kleinem Bruder) habe ich mich am wohlsten gefühlt.

In deinem Quartalsbericht und auf den Fotos sieht man ja manchmal, wo Du schon gewesen bist? In welchen Ländern warst Du denn? (Vielleicht kannst Du auch ein paar Orte nennen, die kann ich dann der Google-Earth-Tour hinzufügen)
Ich bin, glaub ich, in jeder Provinz einmal gewesen, oder mindestens durchgefahren. außerdem war ich in Chile, Brasilien und Uruguay. Aber das weniger als einen Tag.

Wie fit bist Du mittlerweile in Spanisch? Konntest Du in der Schule einigermaßen mithalten? Haben deine Gastfamilen auch Englisch gesprochen?
Kaum jemand aus meinen Gastfamilien hat Englisch gesprochen. In der Schule war es anfangs sehr schwer, da ich ja fast ohne Vorkenntnisse nach Argentinien gegangen bin. Es hat schon ein halbes Jahr gedauert, bis ich alles verstanden habe und mich auch selber einigermassen ausdrücken konnte. Ich wechsel jetzt aber die Schule, um Spanisch als Leistungskurs zu haben. Ich spreche fließend, aber nicht fehlerfrei.

Wie war das Leben in der Schule überhaupt? Ist es so ähnlich wie hier oder doch ziemlich anders? Was war Dein Lieblingsfach in Argentinien?
Ich hab ehrlich gesagt in der Schule kaum oder überhaupt nicht aufgepasst. Lehrer werden geduzt, aber ich will auch nichts verallgemeinern, weil es wohl auf jeder Schule anders zugeht, wie mir in Argentinien gesagt wurde. Aber es ist überhaupt nicht mit der deutschen Schulbildung zu vergleichen. Ich war in der Abschlussklasse, habe aber nur bis 13:25h Schule gehabt. In Englisch hab ich nichts neues gelernt... und in der ersten Stadt war mein Englisch sogar besser als das der Lehrerin.

Hattest Du auch Deutsch? *gg*
nein

Empfindest Du es als Vor- oder Nachteil, so oft die Familie zu wechseln? Man muss sich ja jedes Mal neu an alles gewöhnen, auch in der Schule.
Die Schule hab ich nur einmal, mit dem Stadtwechsel, gewechselt. Das mit den Familien stimmt schon, aber andererseits denke ich, es war gar nicht so schlecht, weil man immer wieder neue Leute kennengelernt hat und auch neue/verschiedene Gewohnheiten der einzelnen Familien.

Was war das schönste, was Du in Argentinien gesehen hast? Einige Deiner Bilder (die vom Gletscher oder von den Wasserfällen) sehen ja atemberaubend aus. Was war das häßlichste?
Das Allerschönste waren auf jeden Fall die Wale. das Häßlichste ...kann ich gar nicht sagen. Ich fand ales ziemlich beeindruckend und hab gar nicht so nach hübsch und hässlich beurteilt.

Was war das schlimmste Erlebnis in Argentinien?
das ist persönlich :)

Hattest Du großes Heimweh oder hat Dir das Internet so einigermaßen darüber hinweg gehofen? Hast Du Du dich schon auf zuhause gefreut oder wärst Du gern noch länger geblieben?
Ich wäre gerne noch länger geblieben. Einfach auch weil einem noch sooo viele Sachen einfallen, die man nicht gemacht hat aber unbedingt in seinem Jahr machen wollte. Mein Heimweh war gar nicht so groß...

Hattest Du viel Kontakt zu anderen Deutschen oder warst Du mehr oder weniger auf Dich alleine gestellt?
Ich hatte glücklicherweise einen anderen Deutschen, Till, mit in der Stadt. Wir haben uns sehr angefreundet.

Wie ist der allgemeine Lebensstandard dort, wo Du gewesen bist? Auf den Bildern sieht das ja teilweise recht... ähm.... abenteuerlich aus.
Der Lebensstandard ist nicht so hoch wie hier. Am Anfang war es eine große Umstellung. Argentinien ist ja auch ein Dritte-Welt-Land. Obwohl ich das nicht recht verstehen kann, wenn man mal Bilder von Afrika dagegen sieht...

Wie viele Heiratsanträge hast Du bekommen? *gg*
hahha...tja :)

Was sind so typische argentinische Gerichte (Essen)? Fleisch mit Fleisch und dazu Fleisch?
Richtig. Jeden Tag gibt es Fleisch. aber nicht so wie man denkt. Es wird alles durch und nicht roh oder halb-durch gegessen

Wie bist Du mit der südländischen Mentalität klar gekommen?
Sehr gut. Ich liebe dieses Temperament. Das Einzige, was mich ein bisschen gestört hat ist, dass die Argentinier sehr stolz und patriotisch sind.

Wie sieht der Sternenhimmel auf der Südhalbkugel aus? Bitte genau beschreiben :-)
Wunderschön. Es gibt den Mond. Und Sterne. Und... Sterne. Man sieht aber viel mehr Sterne als bei uns. Es ist unbeschreiblich, nachts auf einem riesigen Feld zu stehen und in den Himmel zu gucken. Die Milchstraße kann man natürlich auch sehen.

Was würdest Du jemandem raten, der auch 1 Jahr nach Argentinien gehen will?
Für alles offen zu sein.

Was war das erste, was Du gemacht hast, als Du wieder hier warst?
Geweint. Und nach Argentinien telefoniert.

Wie sehen Deine Zukunftspläne aus? (Schauspielern, Modeln, Schule)
Ich habe vor, mich mit meiner ehemaligen Producerin in Verbindung zu setzen und mich mal ein bisschen beraten zu lassen... Außerdem habe ich ein Angebot von einer Agentur.













Katharina Wien in Argentinien

Katharina Wien in Argentinien

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